Dúhovný Pride Bratislava

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Bratislava: Weniger Besucher, dafür weitgehend friedlich und mit ausgezeichneter Stimmung - die Dúhovný Pride 2011.

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'Nur' 16 verhaftete Rechtsradikale und hunderte Polizisten sorgten heuer für eine weitgehend friedliche Parade in der slowakischen Hauptstadt. Die wenigen Teilnehmer resultierten wohl aufgrund der Randale im letzten Jahr. Trotzdem sorgten etwa 700 Teilnehmer für eine ausgezeichnete Stimmung.

Nach den Randalen im letzten Jahr war es eher wenig verwunderlich, dass heuer nur knapp die Hälfte der Teilnehmer vom letzten Jahr mit den Rechtsradikalen auseinandersetzen wollten. Diese scheinen jedoch den heurigen Termin offenbar verschlafen zu haben, denn nur etwa 40 Radikale demonstrierten - hauptsächlich mit Transparenten - gegen die CSD-Pride. Eine Hundertschaft an Polizei hatte die Situation jedoch zu jeder Zeit voll im Griff, auch wenn deren Anwesenheit doch etwas für Beklemmung sorgte. Die rund 700 Teilnehmer des Festes am Hviezdoslavovo námestie und natürlich der anschließenden Parade ließen sich die Stimmung jedoch keinesfalls vermiesen. Auffallend, dass eher die Lesben in der Überzahl waren.

Nach Musikeinlagen von Aneta Langerová und Zivé Kvety - Marcel Berky musste leider absagen - und den Ansprachen einiger Vertreter/-innen aus Politik und Aktivismus, darunter dem Sozial- und Familienminister Jozef Mihál, startete die Parade dann über die Rázusovo nábrežie und den Fußgängersteg der Nový Most direkt am Ufer der Donau weiter bis zum Tyršovo nábrežie. Im Anschluss an die Parade gab es dann noch ein Abschuss-Clubbing im Lod' Cafe, einem Schiff an der Donau.

Hier siehst du unser Video: Dúhovný Pride Bratislava 2011

Eine offizielle Teilnehmerzahl wollte die Polizei nicht veröffentlichen. Die Veranstalter sprechen jedoch von etwa 700. Die im Vergleich zum Vorjahr doch kleinere Zahl führten sie auf mangelnde Unterstützung lokaler Medien, sowie eine massive Verunsicherung der Homosexuellen durch die gewalttätigen Ausschreitungen im letzten Jahr zurück. Auch aus dem Ausland wären heuer wesentlich kleinere Delegationen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 16 rechtsradikale Gegendemonstranten verhaftet. Gesamt gesehen kann man jedoch erwähnen, dass die heurige CSD-Parade friedlich abgelaufen ist.

Gleichzeitig mit der CSD-Parade in Bratislava fanden gestern auch die Parade in Athen und das Gay-Fest in Bukarest (Rumänien) statt. In Bukarest feierten etwa 150 Personen, in Athen etwa 2.000 Personen. Auch diese Paraden verliefen friedlich.

Das Video von der Dúhovný Pride Bratislava (CSD-Parade in Bratislava) findest du auch in unserer Rubrik Eventvideos.

Bild: © gayösterreich.at

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